Monika Brandstetter zeigte Achtklässlern worauf es bei der Bewerbung ankommt.

„Das Einkommen von Abgeordneten wird als ‚Diät’ bezeichnet. Ist diese Aussage richtig oder falsch?“ Die Achtklässler der Michel-Buck-Schule beantworteten die Fragen, die aus dem Eignungstest der Sparkasse Ulm aus dem vergangenen Jahr stammten. Mit „Diät“ assoziierten die Schüler nur „Abnehmen“.

Monika Brandstetter hatte im Rahmen der Aktion „Wir lesen“ der SÜDWEST PRESSE den Schülern genau denjenigen Test vorgelegt, der innerhalb von zehn Minuten beim Eignungstest der Sparkasse zu bewältigen ist. Außer logischen Fragen beinhaltete er auch Textaufgaben, Rechenaufgaben und Tests zum Wortverständnis. So musste das Gegenteil des Wortes „insgesamt“ unter den fünf vorgegebenen Begriffen „teilweise“, „absolut“, „leer“, „fehlend“ und „komplett“ herausgefunden werden. Die 25 Schüler hatten mit den Fragen teilweise Schwierigkeiten und kannten auch das Wort „Plagiat“ als Gegenstück zu dem Begriff „Erfindung“ nicht. „Allgemeinbildung ist bei uns sehr wichtig“, unterstrich die Ausbilderin. Monika Brandstetter empfahl dabei den Jugendlichen, Nachrichten zu hören und Zeitung zu lesen.

Die Achtklässler hatten bereits ein Praktikum in Arztpraxen, bei Discountern oder in Autowerkstätten hinter sich. Auch mit dem Schreiben einer Bewerbung waren sie vertraut. Dennoch waren die Anregungen von Monika Brandstetter enorm hilfreich, weil „die Schüler manchmal vor der Bewerbung sitzen und ein Brett vor dem Kopf haben“. So drückte es die Klassenlehrerin Stefanie Seibold aus. Es falle den Jugendlichen auch schwer, ihre Qualifikation zu beschreiben. Doch auch da gibt es Abhilfe: Man könne im Internet viele Aufgaben aus den Eignungstests trainieren, gab die Ausbilderin einen Tipp.

Die Bank sucht bereits jetzt Bewerber für die Ausbildungsplätze 2018. Bei Monika Brandstetter gingen dieses Jahr für die 20 Ausbildungsplätze, die die Sparkasse Ulm jedes Jahr vergibt, insgesamt 340 Bewerbungen ein. Darunter auch Bewerbungen, in deren Anrede der Name ihres Volksbank-Kollegen zu finden war. Sie habe auch schon Profilbilder mit Käppi und Strand im Hintergrund gehabt, verriet die Ausbilderin.

Das passiert den Achtklässlern der Michel-Buck-Schule nach diesem Vormittag ganz sicher nicht.

(Quelle: http://www.swp.de/ehingen/lokales/ehingen/stolpersteine-allerorten-14917561.html entnommen: 11. Mai 2017)