Mit dem Förster im Wald

Unsere Klasse 4a machte am Donnerstag, den 16.11.2017 einen Ausflug in den Wald. Nach dem Diktat stellten wir uns um 9.00 Uhr auf und liefen zur Bushaltestelle. Nach wenigen Minuten holte uns der Bus beim Franziskanerkloster ab. Sobald die Türen aufgingen, stürmten wir hinein. Unterwegs sahen wir ein Eichhörnchen. Ungefähr 10 Minuten später waren wir da. Es war kalt, aber egal! Wir gingen in den Wald am Blauen Steinbruch. Er heißt Ehinger Stadtwald und ist wunderhübsch.

Herr Gruhler wartete schon auf uns und wir begrüßten ihn. Er erzählte uns erst einmal ein paar Sachen über sich: „Ich war fast 40 Jahre lang Förster und bin seit 8 Jahren im Ruhestand.“  Herr Gruhler ist auch Jäger und hat schon mal einen Wolf gesehen. Er war sehr nett. Er fragte uns, welche Baumarten wir schon gelernt haben. Wir sagten: „Wir kennen die Laubbäume Eiche, Kastanie, Linde, Buche, Birke und Ahorn. Bei den Nadelbäumen haben wir schon die Fichte, die Tanne, die Lärche und die Kiefer kennengelernt.“ Die Kiefer wird auch oft Föhre genannt, sagte uns Herr Gruhler.

 

Dann begann die Waldführung. Herr Gruhler begleitete uns und erklärte uns den ganzen Wald. Er erzählte uns alles über Bäume, Tiere und Steine. Das war richtig nett und sehr spannend. Er sagte auch: „Am Ende machen wir ein Quiz. Deshalb passt gut auf! Es gibt eine Belohnung!“ Ein kleines Stück liefen wir bis zu einem Kastanienbaum. Es war eine Rosskastanie. Er erklärte uns, wie sich ein Kastanienbaum entwickelt und wie eine Kastanie aussieht. Maximilian entdeckte ein Eichhörnchennest. Das heißt Kobel. Alle drehten schnell ihre Köpfe um und staunten. Das war was!

 

Ein paar Minuten später gingen wir tiefer in den Wald und manche von uns sammelten schöne Blätter. Dion fand ein riesiges Blatt, es war vom Bergahorn. Wir hielten immer wieder an, weil Herr Gruhler etwas Tolles erzählte. Bei einer Lärche blieben wir stehen und viele aus unserer Klasse sagten: „Ohje! Wir haben Lärche im Diktat falsch geschrieben, mit e statt mit ä!“ Aber das war nicht so schlimm.

 

Hannah sammelte Zweige von verschiedenen Nadelbäumen als Dekoration für Zuhause. Wir folgten Herrn Gruhler zu einem Ahorn. Hier fragte er uns, ob wir die verschiedenen Ahornarten auch schon mit Namen kennen. Es waren der Bergahorn, der Spitzahorn und der Feldahorn.

Als wir an einer Eiche vorbeigingen, hob Herr Gruhler ein paar Eichenblätter auf und zeigte uns zwei verschiedene gelappte Blätter, von der Stieleiche und von der Traubeneiche. Wir sahen auch viele Buchen. Die Buche heißt Rotbuche und hat glatte Rinde. Herr Gruhler zeigte uns auch eine Plantage mit Christbäumen für die nächsten Jahre für Weihnachten. Obendrüber gehen Starkstromleitungen. Es ist richtig gefährlich, wenn ein Tannenbaum eine Stromleitung berührt, denn dann steht der Baum unter Strom. Deshalb sind die Waldarbeiter auch so vorsichtig und passen auf.

Wir liefen oft bergauf, aber auch bergab. Manchmal gingen wir auch weg vom Weg, um etwas anderes zu sehen. Es war sehr spannend. Kurz darauf kamen wir zu einem kleinen Steinbruch. Die Steine haben die Leute früher gebraucht, um Häuser zu bauen. Die Kalksteine wurden auch zur Herstellung von Zement verwendet. Paul ging ganz nach oben. Unter ihm war eine riesige Steinritze! Da konnte man also sehen, wie es in der Erde unter uns aussieht.

Danach gingen wir weiter. Lena Hanna und Julia spielten unterwegs Hund. Veronika lief mit ihrer allerbesten Freundin Leonora. Es war sooo witzig! Wir liefen ganz lang!

Ein Stück weiter sahen wir einen seltenen Baum, die Elsbeere. Ein Baum, der auch seltener wird, ist die Esche. Herr Gruhler zeigte uns noch eine riesige Fichte. Manche Bäume waren richtig dick und groß. Es gab Bäume, die über 30 Meter hoch waren. Weiter hinten durften wir uns auf einen breiten Baumstumpf stellen und Frau Klotzbücher machte ein Foto von uns.

Ein paar Jungs mussten Pipi machen. Sie pinkelten an einen Baum. Als wir weiterlaufen wollten, sagte Herr Gruhler: „Kommt, ihr Pinkler!“ Dann konnten wir weiterlaufen. Der Stadtwald von Ehingen ist groß, nämlich 1800 Hektar groß, das sind mehr als 1800 Fußballfelder!

Jetzt ging es ein Stück bergauf. Plötzlich entdeckten wir eine alte Hütte im Wald, die aber früher, vor vielen, vielen Jahren im Büchele stand. Tim fand auf der Terrasse eine Wäscheklammer und nahm sie mit. Wir liefen immer weiter und sammelten unterwegs Wanderstöcke. Einmal begegneten wir einem Spaziergänger mit Hund und etwas weiter einem Reiter mit einem schwarzen Pferd. Wir kamen auch an einem niedrigen Jägerstand vorbei, der mit einem Tarnnetz umhüllt war.

Dann erzählte uns Herr Gruhler auch noch etwas über Tiere. Da waren die meisten ganz Ohr. Wir erfuhren, wovon sich die Tiere ernähren und wie sie sich auf den Winter vorbereiten. Es war wirklich interessant. Der Förster wollte wissen, was Rehe und Wildschweine im Winter machen. Hannah konnte es sagen. Sie schützen sich durch ein warmes Winterfell vor der Kälte und sie fressen sich vor dem Winter eine Speckschicht an. Bucheckern und Eicheln sind sehr nahrhaft. Leonora sah viele eklige Insekten. Leider sahen wir sonst keine Tiere, außer einigen Eichhörnchen.

Wir wanderten viel und liefen eine ganze Runde. Auf dem Rückweg kamen wir an ein paar gefällten Bäumen vorbei. Am Wegrand stand noch eine Kirsche. Ein paar Jungs mussten schon wieder aufs Klo. Danach liefen sie ganz schnell den Berg runter. Kerim rutschte aus und wäre fast hingefallen.

Zum Schluss kamen wir noch an einen großen Steinbruch. Er heißt Blauer Steinbruch. Als wir auf das Aussichtsplateau kamen, waren alle begeistert.

Eine wunderschöne Landschaft zeigte sich vor uns! Im Steinbruch lag ein großer, schöner See. Das Wasser war türkis! In diesem See gibt es Schlangen. Kerim entdeckte eine Ente im See. Der Rand war so hoch und steil, dass man besser nicht runterfallen sollte! Es war sooo spannend!

Leider gingen die zwei Stunden im Wald viel zu schnell vorbei. Wir  liefen zur Bushaltestelle zurück und wollten noch ein Quiz machen mit Herrn Gruhler, doch dann kam schon der Bus. Wir hätten fast den Bus verpasst, aber zum Glück waren wir noch rechtzeitig da. Schade, dass wir nicht mehr das Quiz machen konnten, wegen dem Bus! Wir hatten uns so darauf gefreut. Wir verabschiedeten uns schnell und stiegen ein. Aber dann machten wir das Quiz doch noch in der Schule.

Die Fragen waren:

1. Welchen seltenen Baum haben wir kennengelernt?

Da schrie Paul: „Die Elsbeere!“ Es war richtig und Paul bekam einen Teil von einem Rehgeweih.

2. Wie viele Hektar Wald besitzt die Stadt Ehingen?

Maximilian schrie: „1800 Hektar!“ Es war richtig und er bekam auch ein Teil eines Rehgeweihs.

3. Welches Tier legt sich für den Winter eine Speckschicht an?

Da schrie Frieder: „Das Wildschwein!“ Das war richtig und er bekam dann auch eins.

 

 

 

Das hat Spaß gemacht! Das war ein tolles Erlebnis!

Es war ein wunderschöner Tag! Wir danken dem Förster und Frau Klotzbücher, danke für alles! Es war spannend, die ganzen Geschichten über den Wald zu hören. Es war ganz lustig! Das war ein toller Tag und wir hoffen, wir sehen Herrn Gruhler bald wieder!

 

zusammengestellt aus den Berichten von Makka, Leona, Julia, Veronika, Paul, Tim, Hannah, Frieder, Maximilian, Lena Hanna, Leonora, Tobias, Sebastian, Kevin, Dion, Sinan, Kerim, Marino, Lisa Marie, David und Lena Sophie

MBS, Klasse 4a