Mit dem Kügeles-Lied hüpfend in den Narrenhimmel

Die Fasnet lebt auch in der Schule. Und von dort kommen manchmal Neuerungen, die sich am Können der jüngsten Fasnachter orientieren. „Wir haben festgestellt, dass der Kügele-Hoi-Marsch für die Kinder schwer zu singen ist“, sagt Regina Rak, Grundschullehrerin und Chorleiterin an der Michel- Buck-Schule in Ehingen.

Hier werden wie an den anderen Grundschulen derzeit Fasnetslieder gesungen und die Ehinger Fasnet erklärt. Regina Rak begleitet ihre Chorkinder auf der Gitarre und weiß, was eine eingängige Melodie ist. Um den Schülern das Kügele mit seinem fröhlichen Aussehen etwas näher zu bringen, hat die Lehrerin ein Kügele-Lied geschrieben, das die Kinder auch schon auswendig können. Auch der Zunft gefällt das Lied. Deshalb wird es in die nächste Auflage des Liederbuchs aufgenommen, damit auch außerhalb der Schule die Narren mit dem Kügele-Lied angesteckt werden. Beim nächsten Fasnetsliedersingen im Badischen Hof soll es dann schon gesungen werden. Regina Rak ist selber übrigens kein Kügele, sondern gehört der Hexen-Zunft an und juckt als wildes Weib beim Umzug mit. Das „Jucken“, also Herumspringen, ist auch Bestandteil des Lieds. Im Refrain „mit dem Kügele juck i glei in dr Narrahimmel nei“ hüpfen die Kinder auf der Stelle. „Momentan sind die Erstklässler beim Singen noch ziemlich mit dem Jucken beschäftigt und vergessen dann das Singen“, berichtet Regina Rak. Aber neulich bei der Vorstellung der Narren im Singsaal, klappte das Kügele-Hoi-Lied schon gut. Und das geht so:

1. Strophe: Kommsch du d‘ Straßa runter, wird die Welt glei bunter. Kommsch du d‘Straße runter gjuckt, wird die Welt verruckt.

2. Strophe : Oins, des muss ma saga: Farba kasch du traga! Älle Farba an deim Gwand leuchtet hell durchs Land. Und der Refrain geht so: Guck, da juckt a Kügele mit Glöcklesklang die Straß entlang. Mit dem Kügele juck i glei in dr Narrahimmel nei.