Projekt „KlarSicht“

Einen ganz besonderen Parcours hatten die Mitarbeiter vom Projekt „KlarSicht“ in der alten Turnhalle der Michel-Buck-Schule aufgebaut. An den Stationen sollten sich 300 Schüler aus der Region über die Gefahren von Tabak, E-Zigaretten, Shisha-Pfeifen und Alkohol informieren. Mit einer Rauschbrille, die einen Pro-Mille-Gehalt von 1,3 vortäuscht, konnten sie erleben, wie stark Alkohol ihre Koordinationsfähigkeit beeinträchtigt.

Max Knospe, Projektleiter von „KlarSicht“ erklärte Schulleiterin Dagmar Fuhr, Bürgermeister Sebastian Wolf und der Sichtbeauftragten der Stadt Ulm und des Alb-Donau-Kreises Andrea Rösch „der Parcours wurde 2004 der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung entwickelt, wir sind in jeder Woche in zwei Städten unterwegs. Angesprochen werden Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren von allen Schularten. Wir wollen ein kritisches Bewusstsein schaffen im Umgang mit Alkohol und Tabak, auf lockere Art Infos für das eigene Verhalten vermitteln“.

„Das passt gut in die Bildungsstadt Ehingen aufzuklären, wo die Gefahren sind“, fand Bürgermeister Wolf. Dagmar Fuhr sagte: „Prävention ist uns eine Herzensangelegenheit. Wir haben immer wieder Aktionen um zu verhindern sich auf Alkohol oder Zigaretten einzulassen. Wenn wir ein oder zwei erreicht haben, haben wir viel gewonnen.“

Besonders eindrucksvoll

Besonders eindrucksvoll ist die Station mit dem Thema Rauchen. Anhand von Geldscheinen sehen die Jugendlichen, wie viel es kostet, wenn sie jeden Tag eine Schachtel rauchen, im Jahr sind das 2000 Euro. Es waren dann 7000 Zigaretten, die sie inhaliert haben. Der Geschmacks- und Geruchssinn wird schwächer, lernen die Schüler, alle möglichen Krebsarten werden begünstigt, Zahnverlust droht, die Haut wird schlechter. Sie lernen auch, was nach der letzten Zigarette passiert, das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko verringert sich, das Krebsrisiko halbiert sich.

Shishapfeifen haben ein chilliges Image, sind aber ein erster Schritt in Richtung Rauchen. Auch E-Zigaretten sind keine gesunde Alternative zu anderen, auch sie enthalten Nikotin, machen süchtig. Glyzerin und Propylenglykol führen zu Atemwegsreizungen. Dicht umlagert am Morgen, war der Stand Alkohol.

Mixgetränke sind besonders gefährlich

Die Mädchen von der Franz-von-Sales- Realschule aus Obermarchtal schätzten wie viel Alkohol ein Glas Bier, Schnaps oder Wein enthalten. Sie lernten, dass Mixgetränke besonders gefährlich sind, weil man den enthaltenen Alkohol wegen der Süße kaum schmeckt. Auch was ein Pro-Mille-Gehalt bedingt, erfuhren sie, bei 0,2 sind es Sorglosigkeit, Redseligkeit, schon bei 0,3 Selbstüberschätzung. Mit der Alkoholbrille mussten die Mädchen an einer anderen Station eine gestrichelte Linie entlang gehen und einen kleinen Ball auf eine Pelotte legen, was gar nicht so einfach mehr war.

Aktuelle Zahlen belegen, dass 14,7 Prozent aller Jugendlichen im Alter von zwölf bis 17 Jahren sich mindestens einmal im Monat in einen Rausch trinken. Dagegen ist der Anteil der rauchenden Jugendlichen auf 7,4 Prozent zurückgegangen.

An der Talkshow-Station werden in Gruppen Geschichten entwickelt, in denen es um Probleme geht, die im Umgang mit Alkohol oder Tabak entstehen können. Gemeinsam wird überlegt, wie diese Probleme hätten verhindert werden können.

 

(Quelle: https://www.schwaebische.de/landkreis/alb-donau-kreis/ehingen_artikel,-diese-gefahren-stecken-hinter-e-zigaretten-und-shisha-rauchen-_arid,10903691.html entnommen: 19.07.18)