Schüler schreiben über Ganztagsbetreuung

Schülerinnen der vierten Klasse der Michel-Buck-Schule Ehingen berichten über ihre gemeinsame Zeit, die sie in der Ganztagesbetreuung der Schule erleben. Einige von ihnen nutzen das Angebot bereits seit der ersten Klasse. Es ist ein sonniger Dienstagmittag im Juli um 15 Uhr.

Von Jana Kaiser mit Unterstützung von Janina Kovacic, Celina Reinke und Leonora Gashi

„Endlich kann ich mit meinen Freundinnen im Schatten unter einem Baum auf dem Schulhof sitzen. Wir haben soeben unsere Hausaufgaben für heute beendet. „Mathe war ganz schön viel heute, morgen muss ich in der Lernzeit daran weiter arbeiten“, meint Celina. „Ja, ich auch“, entgegne ich, „gut, dass die Aufgaben immer erst am Donnerstag besprochen werden, so können wir die Aufgaben auf zwei Mittage verteilen“.

Wir beobachten die fröhlichen Kinder der Forscher-AG. Sie lassen kleine Raketen in die Luft steigen. Jede Woche machen sie mit ihrer Lehrerin Anita Wieser spannende Experimente. „An der Schule ist mittags ganz schön was los“, fällt Celina auf. Sie berichtet begeistert von der Spiel- und Spaß-AG: „Wir durften heute im Bastelzimmer Kunstwerke malen, das war super!“. Daraufhin erinnert sich Janina: „Einmal habt ihr im Winter Plätzchen gebacken, die waren so lecker!“.

Wir überlegen was gerade noch alles an unserer Schule stattfindet. Auf dem Sportplatz spielen unsere Mitschüler ihr Lieblingsspiel Fußball. Fast immer bilden sie ihre Teams selber. Eine Regel im Ganztag lautet: Alle spielen gemeinsam, egal aus welcher Klasse ein Kind ist.

Andere Kinder genießen die Möglichkeit „frei“ zu spielen. Dabei wird es auch mal richtig laut. Außerdem finden die Theater- und die Kunst-AG statt. In den beiden Turnhallen dürfen Grundschüler Taekwando und Tischtennis lernen. „Ich freue mich schon auf morgen, wenn wir zusammen in Naturpädagogik zwei Stunden draußen sein dürfen“, freut sich Leonora. „Und meine Schwester Alina hat morgen Schwimmkurs, darauf freut sie sich am meisten“, ergänzt Leonora und auch Janina ist schon in Vorfreude: „Jana und ich sind morgen bei Percussion, das wird auch wieder super. Wir haben in diesem Schuljahr ganz schön viel am Schlagzeug gelernt“.

Neben uns kichern Johanna und Nina aus der dritten Klasse. Sie üben Stelzen laufen. Da kommen David und Stylianos mit roten Köpfen vom Sportplatz zurück. „Fast hätte ich ein Tor geschossen!“, berichtet uns David.

Montags und donnerstags haben wir wie die Drittklässler Mittagschule. Daher sind dienstags und mittwochs zwei besondere Tage, voller Abwechslung. Jetzt ist es schon 16 Uhr und unser gemeinsamer und schöner Schultag ist zu Ende. „Tschüss, bis morgen!“, rufe ich meinen Freunden zu.“

Im Ganztagesbetrieb der Michel-Buck-Schule werden von Montag bis Donnerstag von 12 bis 16 Uhr rund 115 Grundschüler von 18 Lehrkräften und zehn Jugendbegleiterinnen betreut. Optional besteht die Möglichkeit einer Früh- und Spätaufsicht. Die AGs werden von Lehrerinnen und Lehrern der Schule oder von Trainern der verschiedenen Vereine und Musiklehrern geleitet. Die Schüler und Schülerinnen nehmen ihr Mittagessen in der Mensa ein, die in naher Zukunft durch eine umbauliche Maßnahme erweitert wird. Anschließend findet eine Spielezeit statt. An diese freie Mittagszeit schließt sich die Lernzeit an. Je nach Klassenstufe gibt es eine verbindliche Zeiteinheit, in der Aufgaben erledigt werden müssen. Sind die Schüler in dieser Zeit in einer AG, arbeiten sie im Anschluss an ihren Aufgaben weiter. „Insgesamt bemerkt man sofort, dass viel Herz in der Ganztagesbetreuung steckt und die Schule sehr bemüht ist den Schülern einen Lebensraum zur Verfügung zu stellen, der mit wirklichen Bezugspersonen ausgestattet ist. Zu sehen sind sehr glückliche und gut aufgehobene Kinder“, fasst Edeltraud Neher, Schulrätin am staatlichen Schulamt in Biberach, ihre Eindrücke nach einer Hospitation im Ganztag zusammen.

[Quelle: https://www.schwaebische.de/landkreis/alb-donau-kreis/ehingen_artikel,-sch%C3%BCler-schreiben-%C3%BCber-ganztagsbetreuung-_arid,11089864.html entnommen m 28.07.2019]