Berufsparcours in der Lindenhalle

Auch die Klassen 8a/b sowie 9a/b nahmen am ersten Ehinger Berufsparcours in der Lindenhalle teil und konnten dabei nicht nur einen Einblick in verschiedene Berufe erhalten, sondern teilweise auch mit einem Angebot für ein Praktikum nach Hause gehen.

Hier der Artikel aus der swp:

Praktisches in spannenden Aufgaben

Gestern fand die Premiere des Berufsparcours der IHK in der Ehinger Lindenhalle statt. Vier Firmen aus der weiteren Region hatten sich daran beteiligt. 500 Schüler durften selbst Hand anlegen.

„Ich finde den Berufsparcours klasse. So kann man den Berufsalltag mal praktisch erleben“, meinte Nico Bayer. Der 14-Jährige aus der Franz-von-Sales-Jungenrealschule möchte zwar keinen handwerklichen Beruf erlernen, eher was im kaufmännischen Bereich, aber Spaß gemacht hat es ihm dennoch. Wie die anderen Schüler hatte er am Stand der IHK die Aufgabe, entsprechend den vorgegebenen Bildern aus Draht mit einer Zange die Gebilde nachzuformen. Sein Klassenkamerad Simon Stiehle möchte Mechatroniker lernen. Der Ehinger hat sich für sein Praktikum die Firma Tries ausgesucht. „Alles, was ich Praktisches für meinen Berufswunsch erfahren kann, ist wichtig“, sagte der 15-Jährige.

Eingeladen hatte die IHK Ulm Schüler aus dem Großraum Ehingen, Riedlingen, Laichingen und Biberach der achten bis zehnten Klassen. Die IHK und die vier beteiligten Firmen hatten 20 Aufgaben aus rund 60 Berufsfeldern vorbereitet. Aus der Region Ehingen war nur die Spedition Stöhr aus Rottenacker dabei. Stephanie Steinwender, bei Stöhr zuständig fürs Personalwesen und die Auszubildenden, war mit Azubi Matthias Schwarzer vor Ort. Die Schüler erwartete eine knifflige Aufgabe: Sie mussten anhand der Adresse eines Frachtgutauftrags die Strecke auf einer Deutschlandkarte einzeichnen. Der 16-jährige Christoph aus der Längenfeldschule befand: „So eine praktische Übung ist ganz gut, um den Beruf des Kraftfahrers näher kennenzulernen. Und auch die anderen Aufgaben in dem Berufsparcours sind spannend.“

Slivia Geppert, Leiterin des Bildungsnetzwerks Schule/Wirtschaft bei der IHK, war mit der Premiere des Berufsparcours zufrieden. „Wir wollten den angehenden Berufseinsteigern einfach mal ein anderes Format in Sachen Berufsorientierung geben. Bei den üblichen Ausbildungstagen werden die Jugendlichen meist nur theoretischen Einblick in die Berufe erleben. Karin Ressel vom Technikzentrum Minden hat den Berufsparcours entwickelt. „Wir arbeiten 200 Veranstaltungen in zwölf Bundesländern pro Jahr ab. Die Aufgaben im Berufsparcours dauern alle rund zehn Minuten. Jeder Betrieb hat jeden der Jugendlichen einmal an seinem Tisch und kann dessen Fähigkeiten persönlich sehen“, informierte sie. Eine Studie habe gezeigt, dass ein Personalexperte nur zwischen drei und sieben Minuten benötigt, um das Potenzial des Gegenübers zu erkennen. Heute veranstaltet die IHK den Berufsparcours in Ulm.

(Quelle: http://www.swp.de/ehingen/lokales/ehingen/Print-Berufsparcours-Lindenhalle-Praktisches-in-spannenden-Aufgaben;art4295,3493794 entnommen am 22.10.2015)